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Kleiner Auszug aus dem Bordbuch 2011 / 2012

Moin, Moin ihr Lieben, nun ist es wieder an der Zeit für die zurückliegenden Monate von der besinnlichen Weihnachtszeit 2011 bis jetzt ins Frühjahr 2012 mit der erwachenden Natur,einen Bericht über die Marinekameradschaft Frechen und seinen Shanty Chor zu verfassen. Die Weihnachtszeit wurde von der MK, wie es schon Tradition ist, am 1. Advent mit einer Adventsfeier im MK Heim eingeläutet. Da zu dieser Feier auch die Öffentlichkeit eingeladen war, und wir bedingt durch das schlechte Wetter nicht nach draußen konnten, wurde es in unserem Heim so eng, dass einige Besucher keinen Platz mehr fanden. Dieser Umstand tat aber der gemütlichen Stimmung keinen Abbruch, weil organisiert von Josef Nathan, zusammen mit den fleißigen Helferinnen, für eine hervorragende Verpflegung einschl. Glühwein zu zivilen Preisen vorgesorgt war. Der Glühwein fand leider nicht viele Abnehmer, da die Raumtemperatur im MK Heim durch die vielen Besucher sommerliche Werte erreichte und der Glühwein deshalb nicht sehr gefragt war. Zur Unterhaltung der Gäste trug selbstverständlich auch der Shanty Chor mit weihnachtlichen Liedern unter der Leitung von Volker Müller bei. Die bewährte und erprobte Thekenmannschaft Liesel und Peter Hamacher, versorgten die durstigen Kehlen aller Besucher mit kalten und hochprozentigen Getränke. Unbedingt erwähnt werden muss auch die schön ansprechend dekorierte kleine Verkaufsausstellung unserer Kameradin Bruni Jachwitz, die für einen besonderen Rahmen sorgte. Kurz und gut, es war ein schöner gemütlicher und erfolgreicher 1. Adventssonntag, der uns so richtig auf die Weihnachtszeit einstimmte. Am 17.12.2011 zur Weihnachtsfeier im Pfarrheim St. Audomar in Frechen hatte die MK alle ihre Mitglieder zusammen mit den Mitgliedern des Shanty Chors eingeladen und alle kamen. Die festlich gekleideten Teilnehmern saßen in dem weihnachtlich geschmückten Pfarrheim, an langen weiß gedeckten Tischen und warteten sich angeregt unterhaltend, auf den Nikolaus.Dieser zog unter Applaus, nach einigen kleinen Reden, unter anderem auch vom anwesenden Frechener Bürgermeister Hans-Willi Meier, in den Saal ein. Der Nikolaus wusste aus seinem „schlauen Buch“zur allgemeinen Erheiterung so einiges vorzutragen, was übers Jahr so passiert war. Die große Rute musste er aber nicht hervorholen, da der Vorstand der MK zusammen mit seinen fleißigen Helfern, ein großes „Dankeschön“ für die geleistete Arbeit in der Vergangenheit verdiente.Ohne diesen ständigen Einsatz, den hier im Einzelnen aufzuführen würde den Rahmen sprengen,wäre das Lebendige und gut organisierte Vereinsschiff nicht so auf Kurs zu halten, wie es der Fall ist. Über die Schiffsführung, um im Bild zu bleiben, der MK Frechen, kann aus meiner Sicht der Dinge wirklich nicht gemeckert werden, zumal ja viele Tätigkeiten im Hintergrund erledigt werden und für das einzelne Mitglied unsichtbar abläuft. Aus diesem Grund hatte der Nikolaus absolut keinen Grund die Rute aus dem Sack auszupacken. Das der Shanty Chor auch bei dieser Weihnachtsfeier seine Weihnachtslieder gekonnt vorgetragen hat war selbstverständlich und rundete die Feier ab.Viel Applaus bekam Klaus Müller für seinenSologesang, den er mit seiner unwahrscheinlichen kräftigen und klaren Bassstimme vortrug. Das war schon Klasse. Nun ist von einem besonders denkwürdigen Tagesordnungspunkt der diesjährigen Weihnachtsfeier zu berichten. Galt es doch zwei Ehrenmitglieder der MK Frechen, für Sage und Schreibe fünfzig Jährige Mitgliedschaft auszuzeichnen. Unser 1. Vorsitzender Günter Kolberg überreichte den Jubilaren Stephan Kitzelar und Leo Müller die goldene Ehrennadel und Urkunde für diese unglaublich lange Mitgliedschaft. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch und vielen, vielen Dank für eure langjährige Treue und Unterstützung der MK Frechen. Wir wünschen uns, dass ihr uns noch lange erhalten bleibt.Nun muss an dieser Stelle unbedingt, eine Abteilung der MK erwähnt werden, die sicher genau so wichtig für die MK ist, wie unser Shanty Chor, nämlich unser „ZICKENKLUB“. Was ist das für eine Abteilung?? Nun hier handelt es sich um unsere lustigen, rüstigen , trinkfesten, manchmal lauten aber immer fleißigen und gut gelaunten, an allen Dämmerschoppen und Festen teilnehmenden, lieben Kameradinnen der MK Frechen. Ohne diese Abteilung mit den vielen helfenden Händen „unserer“ Frauen wäre das Vereinsleben nicht so zu organisieren, wie es üblicher Weise abläuft. So, das musste einmal gesagt werden. Als das Kommando „Buffet ist eröffnet“ gegeben wurde bildete sich schnell eine lange Schlange der hungrigen „Mäuler“. Diese Schlangenbildung hatte den Vorteil, dass Mann oder Frau sich vorher in Ruhe mit den Augen aussuchen konnte, welche leckeren Sachen man essen wollte. Das Buffet wieder von „Chef-Smutje“ Gisela zusammen mit ihren fleißigen Helfern zusammengestellt, ließ keine Wünsche offen. Mir ist u.a. heute noch der Schoko-pudding in Erinnerung. Ganz mein Geschmack. “mm. lecker“. Die Weihnachts-feier 2011 war ein gemütlicher und festlicher Abend der bis Mitternacht dauerte, als der harte Kern der Gäste beschwingt nach Hause ging.

 

Das neue Jahr 2012 begann wieder wie üblich mit unseren regelmäßigen Chorproben und am 16.01.2012 mit der Jahresversammlung des Shanty Chors. Hierbei wurde u.a. ein Rückblick auf das verflossene Jahr 2011 und eine Vorschau auf das Jahr 2012 gehalten. Die Mitgliederentwicklung und Kassenlage können soweit als positiv angesehen werden, wobei neue Sänger und Spenden stets willkommen sind. Ein herausragendes Ereignis für den Chor wird am 23.12.2012 ein Weihnachtskonzert in der Mauritiuskirche Bachem sein. Hierfür hat unser Chorleiter Volker Müller eine Auswahl von seemännischen Weihnachtslieder zusammengestellt, die Noten dafür geschrieben und wir sind schon jetzt dabei, trotz Karnevalszeit, diese einzuüben. Damit wir nicht von zufälligen Zuhörern für „GAGGA“ gehalten werden, schließen wir bei den Proben der Weihnachtslieder die Tür des MK-Heims. Ja, dass ist eben das harte Brot des „Künstlers“.

 

Unter der Logbucheintragung Karneval 2012 ist folgendes zu berichten. Dieses Jahr gab es nur eine relativ kurze Session, so dass der Karnevalsumzug in Bachem schon am Samstag den 18.02.2012 stattfand. Unser MK Heim vom Vorstand schön mit Girlanden, großen Sonnen und Wandbildern geschmückt, war ab Mittags 12:00 Uhr für jedermann geöffnet, um sich Kartoffelsuppe, Würstchen und anderem zu stärken. Leider hatten sich nur wenige männliche MK Mitglieder eingefunden, so dass man an der Theke ohne Probleme einen guten Platz fand. Eine Augenweide waren allerdings unsere Frauen, vom Eingangs erwähnten Zickenclub“.Unter der Regie von „Bruni“ hatten die Damen Kostüme genäht und waren einheitlich mit blau/weiss gehaltenen Matrosen „Uniformen“ mit Mütze, schicken Oberteilen und Spitzenhosen kostümiert. „Toll“ man konnte nur vor Neid erblassen, wenn ich an unsere Matrosenausstattung dachte. Nachdem der Karnevalszug vorbei war, verirrten sich dann doch noch einige Gäste in unser MK-Heim und erlebten den Besuch des Kinderdreigestirn zusammen mit dem Prinzen der diesjährigen Session nebst Gefolge. Da der Prinz mit seiner Begleitung viel Zeit mitgebracht hatte, wurde es noch eine kleine gemütliche Karnevalsfeier, in der unser Bert de Roode mit dem Prinzenorden ausgezeichnet wurde.

 

Für Freitag den 30.03.2012 war die Jahreshauptversammlung der MK-Frechen mit Neuwahlen des gesamten Vorstandes angesetzt. Pünktlich um 19:00 Uhr wurde vom 1. Vorsitzenden Günter Kolberg die Versammlung eröffnet. Peter Hamacher verlas das Protokoll der letzten MK Versammlung und dann verlas Josef Nathan den Kassenbericht des vergangenen Jahres. Selbstverständlich, wie hätte es auch anders sein können, wurde durch den Kassenprüfer Georg John Entlastung für eine einwandfreie , ordentliche Kassenprüfung erteilt. Die Versammlung bedankte sich beim gesamten Vorstand für die geleistete Arbeit die vorbildlich erledigt wurde. Nach dem der gesamte Vorstand bedingt durch die abgelaufene Amtszeit zurückgetreten war, übernahm unser Ehrenmitglied Georg John den Vorsitz als Wahlvorstand und leitete die Neuwahl des Vorstandes der MK-Frechen.Der gesamte bisherige Vorstand stellte ich einer Wiederwahl zu Verfügung, mit einer Ausnahme. Unser Chorleiter V. Müller bisher auch 2. Vorsitzender, stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl, um eine Verjüngung des Vorstandes zu ermöglichen. Als neuer 2. Vorsitzender der MK, wurde der lustige und fleißige „Niederländer“ Bert de Roode vorgeschlagen. Die dann per Akklamation vorgenommene Abstimmung, ergab ein Ergebnis von 100% aller Wahlberechtigten, für Bert, ebenso wie für alle anderen bisherigen Vorstandsmitglieder, die in ihren Ämtern bestätigt wurden. Herzlichen Glückwunsch dem gesamten Vorstand und eine glückliche Hand, das Vereinsschiff weiter über alle Untiefen und Klippen zu steuern.

 

Auch bei dieser Versammlung gab es wieder einen Mann zu ehren, der schon über 25 Jahre der MK die Treue hält. Es handelt sich hierbei um unseren Kameraden Dr. Horst Werner, der für seine lang Mitgliedschaft vom 1. Vorsitzenden mit eine silbernen Ehrennadel und eine Urkunde ausgezeichnet wurde. An dieser Stelle nochmals herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für deine langjährige Mitgliedschaft.

 

Ich komme jetzt zum Schluss und bin der Meinung unser MK- Schiff liegt auf einem guten Kurs, macht gute Fahrt in ruhigem Wasser, ist in einem guten technischen Zustand, hat eine gute Führungsmannschaft, es macht Spaß mit an Bord zu sein und ich wünsche dem MK Schiff Frechen weiterhin gute Fahrt.

 

All'ns klor? Denn man moinmoin.

 

 

Bericht: Wilfried Möller

Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erzählen....

Bericht vom Jahreausflug der MK-Frechen vom 3.5.-6.5.2012 nach Bad Wiessee am Tegernsee.

Grias Eana, Weiber und Manner der MK, wieder einmal hatte unser Reiseführer und Scout Josef Nathan die Jahresfahrt 2012 der MK-Ier geplant und organisiert. Dieses mal ging es nicht wie sonst üblich an die Küste unseres Landes, sondern er hatte eine Äquatorüberquerung in südlicher Richtung geplant. Es stand die Überquerung des sogenannten Weißwurstäquator auf dem Reiseplan (eine Route die von Seeleute selten befahren wird) mit dem Ziel, Bad Wiessee am Tegernsee anzusteuern. Dieses Ziel, natürlich auch wieder ein See, wie es sich für echte MK-Ier gehört, erreichten wir nicht per Schiff, sondern mit einem modernen Bus der Firma Buresch, gesteuert von Michael. Pünktlich um 8.00 Uhr, nachdem alle Gepäckstücke, sowie Taschen voller leckerer Alkoholika , Pittermännchen und natürlich Frühstück und Kaffee für ca. 40 Personen gebunkert waren, ging es gut gelaunt auf große Fahrt.

 

Die Verkehrssituation, die am Anfang der Reise wegen der zu erwartenden Staus etwas Sorge machte, erwies sich aber im Verlauf der Fahrt als unbegründet. Wir konnten relativ zügig unserem angepeilten Ziel entgensteuern. Nach ca. zwei Stunden Fahrzeit wurde die Fahrt an einer Raststätte unterbrochen um gemeinsam Brotzeit zu machen. Unser Marketender Josef hatte tüchtig vorgesorgt und verwöhnte uns mit Kaffee, frischen knackigen Brötchen, Wurst ,Käse und einem leckeren frisch vom Pittermännchen gezapften Kölsch. Der Wettergott war mit uns und wir konnten ohne Regen unser leckeres Frühstück beenden und die Fahrt gestärkt fortsetzen.

 

Wir fuhren ruhig und bedächtig dahin, bis jemand auf die Uhr schaute und feststellte, eigentlich ist jetzt „Früh-schoppenzeit" . Es bedurfter keiner großen Überredungskunst hierfür eine Reihe von weiteren Interessenten zu finden, die schon den Gleichen Gedanken hatten.

Josef Nathan der auch die Funktion des Barkeepers übernahm und die Getränke in seiner Obhut hatte, öffnete die „Kühlkistenbar", die mit jeder Menge Sekt, Likör,Korn,Weinbrand,Magenbitter usw. bestückt war und der Ausschank ging los. Die Getränke meistens von MK-Mitglieder gestiftet, wurden von Bruni Jachwitz und Liesel Hamacher angeboten und im Bus verteilt. Jeder kam auf seine Kosten und konnte das bestellen, was er gerne haben wollte. Da Josef gekonnt die Sektflaschen öffnete, ohne das es durch die Gegend spritzte, ging die Bedienung durch unseren Bordservice zügig von statten. Ich saß vorne im Bus und habe gestaunt, welche Mengen an Getränken von den Bordkameraden und Kameradinnen so verputzt wurden, zumal auch aus der Busbar noch Bier und Wasser zu haben war. Hier stellte sich ganz klar heraus, das es sich bei der Besatzung eben um echte Seebärinnen und Seebären handelte, die immer durstig sind, obwohl die Luft im Bus nicht salzhaltig war. So gegen ca. 13.00 Uhr der Weißwurstäquator war überschritten, wir befanden uns Im Bayernland, wurde ein längere Mittagspause im Rasthof Haidt Süd eingelegt. Hierbei wurden dann die restlichen Brötchen und das Kölsch vertilgt. Die Raucher brachten ihr Rauchopfer dar, der Fahrer konnte seine Pause machen und die übrigen die Beine vertreten oder auch „austreten". Dann ging es weiter, Kurs Richtung Süden. Weil der Verkehr sehr flüssig war, kamen wir zügig weiter und erreichten unser Ziel unterbrochen von einem kleinen Zwischenstopp gegen 18.00 Uhr.

Josef hatte von unterwegs schon den Küchenchef des Hotel zur Post in Bad Wiessee angerufen und unsere Ankunftszeit durchgegeben damit das Abendessen vorbereitet werden konnte. Wir kamen unserem Ziel immer näher, von weitem grüßten schon die schneebedeckten Berggipfel, und die blühenden grünen Wiesen des Tegernsee-Tal.

 

Wir fuhren nochmals in das Frühlings-erwachen 2012, was bei uns zu Hause ja schon weitgehend abgeschlossen war. Die Sonne schien, uns ging es gut, „Herz was willst du mehr".

Nachdem wir angekommen waren, schnell unser Gepäck ausgeladen, die Zimmerverteilung ging raz-faz, wie es in einem gut organisierten Hotel üblich ist, die Zimmer ok., die Fenster klein, der Durst auf ein frisches Tegernsee-Bier groß, ebenso wie der Hunger auf das Abendessen. Alle Reiseteilnehmer, auch die, die mit eigenem PKW angereist waren, trafen sich dann im großen Speisesaal.Es standen jeweils drei Gerichte zur Auswahl, die vorher bestellt werder mußten. Es war für jeden etwas dabei, wobei die Küche auch auf Sonderwünsche einging. Aus meiner Sicht konnte man mit den zur Wahl stehenden Menüs recht zufrieden sein. Damit sich der Leser selbst davon Überzeugen kann, erfolgt in der Nachfolge des Berichtes ein Abdruck der entsprechen Menükarten. Sehr spät wurde es an diesem Abend nicht, weil die meisten, nach einem Absacker in der Hotelbar rasch in ihren Zimmern verschwanden und „Matratzenhorchposten" bezogen.

 

Nach einer z.T. etwas unruhigen Nacht, Matratzen zu hart oder zu weich, ungewohntes Bett, lauter Verkehrslärm, Föhneinwirkung usw, begrüßte uns der neue Tag mit strahlendem Sonnenschein. Das war ganz toll, zumal uns die Handykontakte mit zu Hause sagten, Wetter in Bachem, Regen, Regen und nochmals Regen. Nach einem ausgiebigen Frühstück vom Büffet ging es zur Schiffsanlegestelle Bad Wiessee. Wir machten nun doch entsprechend unserer MK-Tradition eine Seereise/ Sehreise rund um den Tegernsee. Josef hatte für die ganze Gruppe Fahrkarten gekauft und wir enterten mit Kind und Kegel, Kindergefährt, Dackel, Männlein und Weiblein das Ausflugsschiff welches uns nach Tegernsee brachte. Der Altersdurchschnitt unserer Gruppe war sehr günstig, weil wir die zwei Enkelchen von Gisela und Eugen Kolberg mit an Bord hatten, die beide im zarten Baby bzw. Kleinkindalter sind. Wir waren im wahrsten Sinne eine gemischte Truppe. Mein anfänglichen Bedenken, dass so eine Reise vielleicht doch etwas zu anstrengend und langweilig für die Kinder sein könnte, bestätigte sich in keiner Weise. Die Kinder waren einfach immer gut drauf. Unsere „LÜTTEN" waren Klasse. Nun an Bord, bei strahlendem Sonnenschein, konnten wir so richtig die Aussicht auf die Berge, den See, die Einzelnen Orte und den hellgrünen Mischwald an den Berghängen genießen. Die Fahrt dauert leider nicht lange, weil unser nächstes Ziel Tegernsee angesteuert wurde. Der Kapitän des Schiffes war übrigens ein ehemaliger Mariner der Ostdeutschen Volksmarine, der unsere Gruppe extra über Bordlautsprecher begrüßte. In Tegernsee angekommen, wo ging es in schnellem Schritt hin??? Natürlich zum Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee. Im wunderschönen Biergarten vor dem Bräustüberl, mit Blick auf den Tegernsee, setzten wir uns zum „Trunke" und zum „Schmaus" an langen Tischen nieder. Hier ist es schön, hier könnt ich bleiben. Das uns aus unserem Clubheim bekannte Tegernsee- Bier mundete ebenso, wie die Brezen, Weißwurst, Sülzen, Leberknödelsuppen und sonstigen bayrischen Spezialitäten.

 

Gestärkt mit edlem Gerstensaft, sonstigen Getränken, sowie leckeren Schmankerln ging die Fahrt mit dem Schiff weiter nach Rottach Egern. Unterwegs konnten wir die vielen Paragleiter über dem Gipfel des Wallberg und der Umgebung beobachten, die in eleganten Flugmanövern ihre Kreise zogen.

In Rottach Egern angekommen, schwärmten die MK-Ier aus um den Ort zu erkunden. Hier befinden sich viele Geschäfte in denen für Einkäufe eine dicke Brieftasche erforderlich ist. Ich schloss mich einem Erkundungstrupp an, der nach einem Rundgang durch den Ort, über die Seepromenade, am Hotel Bachmair vorbei, zum Biergarten „Meßner Gütl" gingen. Dort in dem über 300 Jahre alten Gasthaus wurden wieder die trockenen Kehlen im Biergarten gespült nach dem Motto „jeder Tag ohne Bierkonsum stellt ein Gesundheitsrisiko dar".

 

Leider mahnte uns die Uhr zum Aufbruch, weil unser Schiff für diesen Tag die letzte Fahrt nach Bad Wiessee zurück machte. Alle sind allerdings nicht mit zurück gefahren . Unser Busfahrer Michael zusammen mit Volker Müller unserem Chorleiter hatten den Ergeiz die Strecke Rottach-Egern nach Bad Wiessee an der Uferpromenade endlang, unter der Einbeziehung von einigen Sackgasse, auf Schusters Rappen zurückzulegen. Für wenig trainierte eine reife Leistung. Alle Achtung. Nach dem Abendessen saßen wir dann in lustiger Runde im Speisesaal, als sich eine gewisse Unruhe breitmachte. Es kündigte sich ein Ereignis an, auf das wir dann nach einer Ansage von Josef, gespannt warteten. Es taten sich geheimnisvolle Dinge, Getuschel, Stühle u. Tische rücken, einige Mitglieder unserer Truppe huschten hin u. her, bis es dann so weit war. Es erschienen Josi Buir und Willi Hochscherf in einer lustigen Verkleidung und trugen gekonnt einen Sketch vor, der das Thema Hut einer Frau beleuchtete. Nein, was kann doch einer Frau alles einfallen warum, wieso, weshalb, weshalb nicht, ob ja, ob nein, usw . sie einen Hut beim Ausgehen anziehen soll oder nicht. Eine lustige Geschichte die uns allen viel Spaß bereitete und mit viel Applaus bedacht wurde. Ebenso mit viel Applaus bedacht, wurde auch der Vortrag von Sieglinde Borner, Helga und Karl-Heinz Griesbach, die uns mit einem weiteren Vortrag in wechselnden Rollen erfreuten.

 

Das Programm ging weiter, kurzer Bühnenumbau und jetzt kam der Knüller des Abends. Musik erklang, es erschienen persönlich, unsere Reiseleitung hatte keine Kosten und Mühen gescheut, leibhaftig und in originaler Verkleidung "Heidi" mit ihrem „Ziegenpeter" zu engagieren. Die beiden trugen per Halb-Playback, dass uns allen wohlbekannte „ Heidi-Lied" vor. Die Nummer hat uns von den Stühlen gerissen, denn die Parodie, Heidi mit ihrem Ziegenpeter wurden von Josi und Bert stimmgewaltig und mimisch unnachahmlich vorgetragen. Nach dem Auftritt hatte ich etwas Sorge, dass uns die beiden von irgendeiner bayrischen Heimatbühne abgeworben würden, denn der Auftritt und vor allem das Outfit, Bert mit grünem Hut und Kniebunthose , Josi im Dirndel waren so gelungen, dass wir alle einen Riesenspaß hatten. Danke euch beiden, habt ihr prima gemacht ,das war Spitze. Ja, wie sich raus gestellt hat, verfügt die MK-Frechen also auch über eine Theatergruppe mit niederländischem Entertainer. An diesem Freitag den 4.5.2012 hatte unser lieber Lothar Dee, der zu den ganz fleißigen in der MK gehört, Geburtstag. Er ließ es sich nicht nehmen an diesem Abend eine Runde auszugeben und bekam dafür die Bierhymne gesungen. Nach diesem Ausgefüllten und Ereignisreichen Tag zog sich dann so langsam einer nach dem anderen in sein Zimmer zurück.

 

Der Samstag, unser dritter Reisetag, begann Morgens wieder mit einem gemütlichen Frühstück vom Buffet bei dem nichts fehlte. Am Vorabend wurde beschlossen an diesem Tag nach Garmisch-Partenkirchen zu fahren. Vom Frühstück gestärkt, ging es auf die Reise in eine wunderschöne Landschaft, mit den typisch Bayrischen Dörfern mit ihren schönen Holzhäusern. Die Sonne schien hell vom Himmel und wir konnten die Baumblüte und die schönen Blumenwiesen, den Blumenschmuck in den Gärten und die schneebedeckten umliegenden Berge bewundern. Ja, wir leben schon in einem sehr schönen Land. Es ist gut das, dass Umweltbewusstsein immer stärker zunimmt um die schöne Natur zu erhalten. In Garmisch angekommen, hatte sich die Sonne leider versteckt und Wolken zogen auf, so dass die Zugspitze in den Wolken verschwand und ein leichter Nieselregen einsetzte. Wir hatten aber genug zu schauen, denn in der ganzen Innenstadt war „Kirmes" mit einer Bude neben der anderen, mit Schaustellern, Musik, Judo Vorführung und sogar eine Strandlandschaft a la Nordsee mit Sandstrand und Strandkörben war aufgebaut. Vor allem „Fressbuden" mit einem großen Angebot von Original Bayrischen Gerichten. Ein großer Teil der MK-Ier hatte den richtigen Riecher und kehrte in dem ältesten Gasthof von Garmisch Partenkirchen ein, der ein tolles, gemütliches Ambiente gehabt haben soll. Der Schreiber dieses Berichtes hatte stattdessen ein bekanntes Kaffee aufgesucht, um dort Pralinen für einen Besuch seines 97 jährigen Onkels, der in Tegernsee im Altenheim lebt, zu kaufen. Im Kaffee traf ich auch auf unsere jüngsten Reiseteilnehmer Pia und Phil mit ihren Eltern, Großeiter und Bekannten. Volker schaute auch kurz auf einen Kaffee und Obstler vorbei während ich eine riesige Portion „Kaiserschmarren" verdrückte. Das war wirklich eine Portion bis zum Abwinken. So hat dann jeder in Garmisch-Partenkirchen die Stadt erkundet und Eindrücke sammeln können. Tim Daschner traf sogar ganz zufällig ein bekanntes Pärchen welches in der Stadt wohnt. Die Rückfahrt nach Bad Wiessee erfolgte dann über eine andere Strecke wie die Hinfahrt um möglichst viel von der Landschaft zu sehen. Hier kamen wir u.a. durch den Ort Wallgau aus dem die bekannte Wintersportlerin Magdalena Neuner stammt, fuhren dann weiter in vielen Kurven Richtung Walchensee runter zum Kochelsee. Für eine Raucher- und Gesundheitspause wurde nochmals in Bad Tölz an einer Sommerrodelbahn mit Lift ein Zwischenstopp eingelegt. Der Lift war in Betrieb und einige unserer Truppe ließen es sich nicht nehmen, auf den recht hohen Berg zu fahren, um dann mit einem Schlitten in einer Metallrinne die Abfahrt zu wagen. Bei der Abfahrt gab es anscheinend einige Angsthasen die, die Schlitten wegen der Geschwindigkeit ständig abbremsten und so einen Stau verursachten und die Schnellfahrer behinderte. Aber alles in allem war es ein großes Gaudi. Die weiter, Rückfahrt führte uns wieder durch die schöne blühende und grünende Landschaft ,so dass die Zeit bis zur Ankunft im Hotel Post wie im Fluge verging. Nach Einnahme des Abendessen im großen Speisesaal saßen wir gemütlich zusammen, tauschten uns über die Erlebnisse in Garmisch aus, und tranken noch so einige „Kleine Maß". Einige Truppenteile zogen sich schon relativ früh in ihre Zimmer zum Matratzenball zurück, andere saßen in der Hotelbar und hörten der Musik von Volker Müller zu.

 

Nach einiger Zeit, es ging so langsam auf die Geisterstunde zu, der harte Kern war noch munter, erschienen plötzlich zwei leibhaftige, offensichtlich weibliche Gespenster, in langen weißen Nachthemden, Schlappen an den Füßen, Kopfbedeckung, Halstuch, weißen Strümpfe, gar grauslich anzusehen. Bei einem Gespenst konnte man sogar rote Haare unter der Kopfbedeckung erkennen. Wer war das???? Wo kamen die Gespenster her??? was wollte sie???.

Es waren keine Außerirdischen wie sich schnell herausstellte, denn sie verlangen nach „Schnaps". Nicht zu wenig sollte es sein, sonst würden sie uns verhexen. Es war Gefahr in Verzug. Josef der zufällig neben den Gespenstern saß, erfasste blitzschnell die Situation und bestellt einen „Fuhrmannshalben" klaren Korn um die Gespenster zu besänftigen. Das Getränk wurde angenommen und die Gefahr im Bayernland verhext zu werden war gebannt. Die Gespenster waren nun friedlich und gaben sich zu erkennen. Es waren Anita Kraus und Emmi Reichert, die uns mit diesem köstlichen Spaß überrascht hatten und für große Heiterkeit sorgten. Ich sag ja, was hat die MK nicht alles für versteckte Talente.

 

Der folgende Morgen war schon unser Rückreisetag, und wir bedauerten es, dass die Zeit so schnell vorbei gegangen war. Nach dem Frühstück wurden die Koffer in den Bus eingeladen und ab ging es wieder Richtung Heimathafen Bachem. Für den Sonntag war Regenwetter angesagt und der Wetterbericht stimmte einwandfrei. Wir kamen noch trocken in den Bus, danach aber setzte starker Regen ein, der uns praktisch auf der ganzen Rückfahrt begleitete. Wir haben dann nur kurze Stopps eingelegt, in der Raststätte Spessart eine etwas längere Pause und weiter ging die Fahrt, die zügig ohne Staus verlief. Ohne besondere Vorkommnisse erreichten wir in Bachem wieder unser MK-Heim, wo wir von Eugen Kolberg empfangen wurden. Jetzt war uns der Wettergott wieder hold, wir konnten ohne Regen den Bus ausladen und nach Hause fahren. Es war eine schöne, erlebnisreiche Tour.

 

Ein besonderer Dank von uns allen, gilt unserem Quatiermeister und Reiseleiter Josef Nathan, der die Reise hervorragend und reibungslos organisiert und geführt hat.

Zum Schluß ein bayrischer Abschieds-Gruß „ pfiad Eana"

 

Bericht: Wilfried Möller

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