Sie befinden sich hier

Inhalt

Jahresfahrt vom 30.05.-02.06.2013 an die Kieler Förde nach Laboe.

Die Laboe Fahrer

Moin, Moin liebe Leser,                                  

wieder war es soweit, ein Jahr ist ins Land gegangen, und die obligatorische Jahresfahrt der MK stand auf dem Plan. Im Vorfeld waren einige Diskussionen geführt worden, wohin die Reise dieses mal gehen sollte. Da wir 2012 im Bayernland waren, sollte es nun mal wieder an die See gehen, um Wasser, Wind und Wellen zu erleben, denn das ist ja die Landschaft, in der eine Marinekameradschaft eigentlich zu Hause ist. Nicht zu vergessen die vielen großen “ Pötte“ und anderen Wasserfahrzeuge die gerade auf der viel befahrenen Kieler Förde zu sehen sind. (einschließlich der Gorch Fock II die im Marinehafen Kiel, vor Anker lag) Dass dieser Wunsch tatsächlich so war, bestätigte die große Anzahl der mitreisenden Mitglieder, wobei sich auch ein ganze Reihe Sänger des Shanty Chors,  zu dem viertägigen
Ausflug mit ihren Frauen angemeldet hatten.

Unser rühriger Geschäftsführer Josef Nathan hatte  das „Steuer“ in die Hand genommen, und die Reiseplanung in seiner gewohnten Gründlichkeit, abwechslungsreich und interessant gestaltet. Ich gehe davon aus, dass auch seine Frau Hannelore an der Organisation tatkräftig beteiligt war. Ein Vorauskommando von 3 MKlern mit ihren Frauen, unter der Leitung von Josef, hatte vor der Reise schon einmal das Quartier, „ Neues Scheerhaus“,  in Laboe erkundet, um festzustellen, ob der Erweiterungsbau auch fertig war. Alles wurde für gut befunden, bis auf einige Dinge, die noch in Arbeit waren, aber unseren Aufenthalt nicht beeinträchtigen würden.

Wir waren die Erste große Gruppe, die in dem alten- und neuen Hotel/Restaurant nach der Erweiterung Quartier beziehen wollten. Dies zur Vorgeschichte der Reise. Nun ging es los, Richtung Norden, ans große „Wasser“. Überpünktlich um 7.50  Uhr, alle angemeldeten Mitreisenden waren da und hatten im Bus der Firma Buresch Platz genommen. Los ging  die Fahrt, mit unserem beliebten Fahrer Michael.

Es herrschte zwar dichter Verkehr, das Wetter war  bedeckt aber trocken, und wir kamen zügig voran. An Bord herrsche eine gelöste, erwartungsvolle Stimmung, und so fuhren wir durch die Lande. Langsam machte sich Hunger und Durst bemerkbar. Die Dammer Berge waren nicht mehr weit, und um 11,15 Uhr machten wir auf dem riesengroßen Rastplatz Halt. Schnell war am Rastplatz ein Tisch mit zwei Bänken gefunden, der Laderaum des Busses geöffnet, und blitzschnell der Frühstückstisch mit Brötchen, Wurst und Käse gedeckt. Ein  Pittermännchen wurde angeschlagen, die Kaffeekannen gingen rund. Es wurde stiller und alle waren genüsslich am „mampfen“. Ja, so ein Frühstück unter freiem Himmel, in Gemeinschaft, und moderaten Temperaturen, ist schon etwas Feines, zumal, als Stimmungsaufheller für die Damen, auch noch Sekt im Angebot war. Nää, wat ging et uns gut!!!

Um 12,00 Uhr ging die Fahrt weiter, Richtung Kiel. Die Bierchen bzw. der Kaffee mussten im Laufe der Zeit entsorgt werden, und hier geschah es auf der recht engen Bustoilette. Unserem lieben Chorleiter Volker ist auf dem „Klöchen“ ein „Malörchen“ passiert. Musikbegeistert, wie unser Volker nun mal ist, hat er ein Musikabspielgerät in der Hosentasche, mit den entsprechenden Kabel und Kopfhörer um den Hals, auf das stille, enge Örtchen mitgenommen. Dies aber war fatal. Als er sich nach erledigtem Geschäft dann wieder ordentlich anziehen wollte, verfingen sich die Kabel, die mit dem Abspielgerät in der Hosentasche verbunden waren, an seinen doch recht empfindlichen Extremitäten. Da er die Ursache der plötzlichen Schmerzattacke nicht sofort erfasst hatte, dauerte es seiner  Erzählung nach eine Weile, bis die Angelegenheit geklärt war. Das müssen ziemliche Schmerzen gewesen sein, als er versucht hatte, die Kabel mit „Schmackes“ vom Gerät zu trennen und sich dabei einiges eingeklemmt hatte. Mein Fazit der Geschichte, Volker ist nicht nur beim musizieren, sondern eben auch sonst, ein sehr  gefühlvoller Mensch.

Nun liebe Mädels, euch kann ja so etwas nicht passieren, ihr könnt hierüber ja nur schmunzeln. Um 16,00 Uhr sind wir vor Ort, in Laboe, und  froh das die doch recht lange Fahrt zu Ende ist. Die Zimmer werden verteilt, und wir ziehen uns erst einmal zurück. Ich habe ein Zimmer im neu errichteten Erweiterungsbau des“ Hotel Admiral  Scheer“ zugewiesen bekommen und bin hiermit recht zufrieden. Etwas mühsam sind die vielen Treppen, um vom Altbau des Hotels in den Neubau zu gelangen. Der Fahrstuhl ist noch nicht montiert. Aber ich will nicht meckern. Wir haben weder vom Preis

noch vom Komfort her, ein fünf Sterne Hotel gebucht .Außerdem erfolgt der Einbau in Kürze. Es ist Freigang bis 19.20 Uhr. Zu dieser Uhrzeit versammelten wir uns hungrig und durstig im Restaurant des Hotels, bereit  zum Sturm auf das Buffet. Das Buffet ist sehr schmackhaft mit Vorspeisen (verschiedene Fischsorten) Hauptmenü und Nachtisch. Alle sind zufrieden. Auch das leicht bittere Pils, kann man gut trinken. An diesem Abend geht es allgemein sehr früh in die Kojen, um fit zu sein für den nächsten Tag.                                           

Freitag:
Strahlender Sonnenschein begrüßt uns, es weht eine leichte Brise, klare Seeluft, Blick auf die Förde mit den riesengroßen RoRo-Schiffen und Fähren nach Norwegen und Schweden. Ich bin begeistert, kenne die Fähre nach Oslo. Bin schon
zweimal damit ins schöne Norwegen gefahren. Erinnerungen werden wach, als ich bei der Windjammerparade 2011, auf der „Kruzenschtern“,  unter vollen Segeln, in einem riesigen Pulk von Schiffen, bei der Kieler Woche, über die Förde gesegelt bin. Ich höre noch heute die Schiffshörner, die gemeinsam Signal geben, um die Tausende Zuschauer  zu begrüßen. Gänsehaut; es war einfach toll. Feuerwerk, zum Abschluss der Kieler Woche, erlebt auf einem Fährboot der Linie Laboe/Kiel Einige Monate später, Segeltörn auf der Artimes, einer holländischen Dreimastbark, ein umgebauter Walfänger, sehr komfortabel, Fahrt von Travemünde durch die Dänische Südsee, in die Kieler Förde. Wir legten an der Schleuse  Kiel-Holtenau an, wo der Törn leider zu Ende ging. Nun liebe Leser, ich schreibe dies, weil es einfach tolle Erlebnisse waren, die mit Kiel verbunden und für mich unvergessen sind. Nun wieder zurück zu unserem  „MK“ Ausflug. Wir versammeln uns am Eingang zum Ehrenmal, einheitlich angezogen im DMB-Anzug zur Kranzniederlegung, es ist ein Bild der Gemeinschaft. Ein “DMB“ Beauftragter weist uns ein, wie die Kranzniederlegung im Ehrenmahl gestaltet werden soll. Die Kranzträger werden eingewiesen. Es sind Josef, Volker, Bert. und Willi. Wir stellen uns vor dem Ehrenmal zum gemeinsamen Foto auf, dann geht es nach unten, in die große runde Gedenkhalle, die unter der Erde liegt.Es ist relativ dunkel, groß, viele Kränze mit Schleifen von verschiedenen Nationen u. MK´s an den Wänden des Zugangs zur Gedenkhalle. Es umgibt uns eine  andächtige, beeindruckende und bedrückende  Stille. Nur unsere Schritte sind zu hören. Hier ist eine Gedenkstätte für die auf See Gebliebenen aller Nationen, Mahnmal für eine Friedliche Seefahrt, auf freien Meeren. Wir nehmen im inneren Rund der Gedenkhalle, links und rechts vor der  ewigen Flamme in Reih und Glied Aufstellung. Die Kranzträger stehen  oben in der Halle. Ein Organisator des DMB leitet die Kranzniederlegung. Im Gedenken an die umgekomm-enen Seeleute wurde mit 4 Doppelschlägen, also 8 Glasen, eine Schiffsglocke angeschlagen. Musik; es ertönt das Lied, „Ich hatte einen Kameraden“. Dann kommen die Kranzträger in gemessenem Schritt nach unten in die Ehrenhalle, durchschreiten das von uns MKlern gebildet Spalier, und legen den Kranz der MK-Frechen vor der ewigen Flamme nieder. Es ist eine Gänsehautsituation, und macht mir bewusst, wie sinnlos all die Kriege sind und waren, in denen die Menschen ihr Leben gelassen haben. Nach der Kranzniederlegung konnte das Ehrenmal bestiegen, oder das Museum im Marineehrenmal besichtigt werden. Das Technische Museum U 995 auf dem Strand vor dem Ehrenmal, war auch allemal eine Besichtigung wert, um sich einen Eindruck von der Enge zu verschaffen, unter der die Mannschaften leben und kämpfen mussten.                                       

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Das Abendessen war zeitiger angesetzt worden, weil wir um 18.15 Uhr nach Stein zur „Bordkameradschaft Motoryacht TROMP“ ins „Haus des Kurgastes“  eingeladen waren. Dort  angekommen, wurden wir vom Vorsitzenden der Kameradschaft begrüsst.Es war ein zwangloser  Abend, ähnlich unserem Dämmerschoppen. Wir hatten uns „landfein“ gemacht, blaue Hose, weißes Hemd mit Schulterstücken und Krawatte, um einige Shanty´s zur Unterhaltung vorzutragen. An diesem Tag, dem 31.5.2013 hatte Günther Breuer Geburtstag, und ließ es sich nicht nehmen, eine Runde zu spendieren. Das wir die Bierhymne als „Dankeschön“ dafür anstimmten, war natürlich selbstverständlich. An dieser Stelle muss ein Gesangs Duo erwähnt werden, das schon über 50 Jahre der MK Frechen  angehört -  nämlich das Ehepaar Kitselar, die zur Freude aller Anwesenden „La Paloma“ auf Kölsch vortrugen.  Das war Klasse. Stephan Kitselar ist schon viele Jahre Mitglied der „Bordkameradschaft  Motoryacht TROMP“, so ist die Verbindung  u.a. zu unserer MK entstanden. Ein Mitglied dieser Kameradschaft stammte aus Wesseling. Es stellte sich heraus, dass Brigitte Kaltenbrunner in dieselbe Wesselinger Schule gegangen ist, wie dieser Kamerad. Es gibt schon tolle Zufälle.                           

Nach Rückfahrt zum Scheerhaus sind viele sofort auf ihre Zimmer gegangen. Das traf aber nicht für alle zu, den Volker Müller der schon früher mit dem Taxi nach Laboe zurückgefahren war, hatte die Wirtsleute gut unterhalten.So war das Restaurant zu später Stunden noch offen. Nun, jetzt kam, was kommen musste: die altgedienten MKler die z.T.  im Haupthaus ihre Zimmer hatten, gesellten sich selbstverständlich dazu. Volker packte sein „Quetsch“ aus, und der “ Dämmerschoppen“ ging mit Musik und viel Stimmung in Laboe weiter. Da Volker am 1.6. Geburtstag hatte, wurde in den Geburtstag hineingefeiert -  und das nicht  mit Mineralwasser oder falschem Bier. Die Runde muss wohl bis weit nach Mitternachtgetagt haben, bis die Wirtsleute darum gebeten haben, Schluss zu machen, da sie am am anderen Morgen wieder früh raus müssten. Ich hatte davon leider  nichts mitbekommen, weil ich im Neubau untergebracht war.                                    

Samstag, Dritter Tag unserer Reise:
Ausflug ins Blaue -  mit Überraschungen auf der Tour. Wir sollten uns, laut Josef Nathan, bei der Frühstücksmenge, die wir zu uns nahmen, etwas zurückhalten. Zum Frühstück trudelten die einzelnen Reiseteilnehmer früher oder später im Gastraum ein, je nachdem, wann sie denn nachts ins Bett  gekommen waren. Auf unser Geburtstagskind, Volker Müller, mussten wir etwas länger warten; denn ihm war ja„ soooo“ schlecht,  wie er denn doch noch pünktlich auftauchte. Ich habe mir erzählen lassen, dass er an dem Abend zuvor, wie entfesselt mit seiner „Quetsch“ Musik gemacht hat. Aus diesem Grund kann man die leichten „Unpässlickeiten" verstehen, die ihn plagten.  Wenn denn meine Beurteilung mal stimmt???? Zuerst bekam das Geburstagskind  Volker von den Sängern des Shantychors, unser übliches Geburtstagslied gesungen, ehe er frühstücken konnte. Wir stiegen nun  bei unserem gut gelaunten Busfahrer Michael in den Bus, und ab ging die Fahrt Richtung Eider-Sperrwerk. Der Wettergott ist uns wieder hold und die MKler gespannt auf das, was der Tag uns bringen würde; denn unser Reisleiter Josef hat geschwiegen wie ein Grab, was für ein Überraschung er organisiert hatte. Wir fahren durch viele schöne Ortschaften. In den Gärten der Häuser stehen die vielen Rhododendron in voller Blütenpracht. Auffallend gut gepflegt sind die einzelnen Anwesen der Bewohner. Man hat den Eindruck, dass ein richtiger Wettbewerb zwischen den Nachbarn herrscht. Wir suchen die Anlegestelle, an der das Schiff die „ MS ADLER IV“ auf uns wartet. Nach einer kleinen Rundfahrt durch ein Idyllisches Dörfchen, hat unser Busfahrer dann die recht versteckt liegende Anlegestelle gefunden und wir gehen an Bord. Nun wird uns klar, warum wir uns beim Frühstück zurückhalten sollten. An Bord des Adler´ s waren die Tische gedeckt, um ein zweites Frühstück einzunehmen. Appetit und Durst haben MKler immer. Also was soll´s, wie haben uns das zweite Frühstück auch schmecken lassen. Die MS Adler legte ab,  Richtung Eider-Sperrwerk. Da während der Fahrt Ebbe war, ragten die Robbenbänke  hoch aus dem Wattenmeer. Leider haben wir nur wenige Robben gesehen. Das Wetter trübte sich ein und es war windig. Kein Sonnenschein, der die Robben evtl. aus dem Wasser gelockt hätte, um sich aufzuwärmen.
Sehr interessant war der Fischfang, der mit einem Schleppnetz an Bord gezogen,  und in einem mit Seewasser gefüllten Becken ausgeschüttet und von einem Besatzungsmitglied gezeigt und erklärt wurde. Wir erreichten das riesige Sperrwerk, und fuhren seitlich in eine Schleuse. Kurz danach legten wir am Kai an, um dann wieder in unseren Bus, der uns gefolgt war, einzusteigen. Was nun Herr Reiseleiter? wie geht es jetzt weiter?? Kurze Antwort: „Wir fahren jetzt zum Kochen!“ “ Wie; wir fahren zum Kochen?? Wir haben doch Halbpension gebucht!!“ „ Last euch überraschen!“ Nun gut, Josef hat ja immer alles im Griff, wir stellten keine weiteren Fragen. Wir fahren, die Gegend wird immer ländlicher. Weiden, Kühe, Strommasten und sonst nichts. Wir fahren Richtung Tönning. Kennt von uns kein Mensch.                         

Tiefste Provinz. Plötzlich: „ Michael! du mußt jetzt rechts in den kleinen Weg einbiegen. Es geht weiter auf einem schmalen Weg, zum beschaulichen Ort Schülperweide, der nahe dem Nordseeheilbad Büsum und St. Peter-Ording liegt. Unser Ziel ist erreicht: „Bi Thies und Tanja to Huus“, beim Fernsehkoch, Fachlehrer und Gastronom Thies Möller, zum Schaukochen. Hier werden u.a. auch TV-Koch-Shows mit Thies Möller produziert. Allerhand Prominenz aus Politik, Musikgeschäft und Funk- und Fernsehen ist hier bereits ein- und ausgegangen. Jetzt kommen wir. Wir sind ja auch eine „dolle“ Truppe. Zwischen grünen Weiden und Feldern, in einem Ried- gedeckten alten, toll restaurierten Bauernhaus, finden wir eine traumhaft eingerichtete Küche vor. Wir nehmen Platz in der gemütlichen Gaststube, mit Blick auf die offene Küche, wobei uns im Vordergrund zwei riesige Pfannen auf zwei Gasöfen ins Auge fallen. Der Koch-Event kann beginnen. Thies Möller, redegewand, witzig, und schlagfertig, gekleidet in eine weiße Kochmontur, suchte Freiwillige, die mit ihm zusammen ein Mittagessen kochen sollen. Bert de Roode, Josef Nathan, Heinz Habig, Brigitte Kaltenbrunner und unser Geburtstagskind Volker Müller stellen sich zur Verfügung. Die Probanden werden mit einer weißen Schürze eingekleidet, und erhalten große Holzlöffel, und jede Menge Anweisungen, wie sie sich verhalten sollen. Das Kochen der fünf Hilfsköche, unter der Leitung von Thies, soll so ablaufen, wie wenn eine Fernsehkamera auf sie gerichtet wäre und eine TV- Übertragung stattfinden würde. Das  hier natürlich vieles schief ging, und ständig korrigiert werden musste, versteht sich von selbst; denn es handelte sich ja um völlig unerfahrene „Schauköche“,  die ihr Bestes gaben, und  uns zu wahren Lachstürmen hinrissen. Gekocht und gebraten wurde Gulasch mit Sauerkraut, Bohnen, Speck, Zwiebel , Gewürzen, Wisky, usw.usw. Ich habe nicht alles behalten, was in die zwei Pfannen  reinkam, da ich so großen Spaß hatte, an den bühnenreifen, amüsanten Kochkünsten unserer Leute. Vor lauter Lachen kann ich einfach die ganzen Zutaten nicht mehr aufzählen kann. Den fünf Hilfsköchen, ein ganz besonderes Dankeschön, für diese gelungene Schau. Das tollste an der Sache war: wir haben selbstverständlich dieses „nordische“ etwas „wilde“ Gericht, auch  anschließend gegessen. Durch das Sauerkraut war, wie bei dieser Kost üblich, anschließend mit einigen „Flatulenzen“ zu rechnen, was aber sicher keinen gestört hat.                             


Wir bedankten uns zum Abschied bei Thies Möller mit einem Liedvortrag unseres Shanty-Chors,  und bei Josef Nathan für diese gelungene Überraschung. „Das war Spitze“.                                    

Gut gelaunt ging es wieder zurück nach Laboe. In Laboe angekommen, die Fahrzeit dauerte einige Zeit, war das Abend-Buffet im Scheerhaus angerichtet. Was gab es?   u.a. auch wieder Sauerkraut. Der Wirt des Scheerhaus  merkte, das an diesem Abend sehr wenig gegessen wurde. Das hat ihn umsomehr gewundert, weil die Abende zuvor die Küche tüchtig nachlegen musste, um unsere Gruppe satt zu bekommen. Als er den Grund für den mangelnden Appetit  erfuhr, war die Sache für ihn klar. Wenn ich Wirt schreibe , so ist Herr Herbert Waggermayer, „Manager“ des Hotels „Hotel Admiral Scheer“, nicht nur für das  Essen und die Getränke, sondern auch für alle andere Belange der Gäste zuständig. Wir haben uns alle in seiner, und der Obhut seiner Frau und Bedienungen, sehr wohl gefühlt. Es blieben keine Wünsche offen und wir sagen „Dankeschön“. Da wir mit Abstand bisher die größte Gruppe waren die er zu betreuen hatte, war dies für ihn und seine Mannschaft die Feuertaufe. Die Übernahme erfolgte erst im Frühjahr 2013, nach Eröffnung des Erweiterungsbau. Weiter ging es im Programm:
Im Vorfeld der Fahrt hatte die Reiseleitung darum gebeten, die Damen, die an der „Blauen Nacht in Stein“, einer Tanzveranstaltung, teilnehmen möchten, mögen sich doch bitte schick anziehen. Diesem Wunsch sind unsere Damen sehr gern nachgekommen. Ich konnte  feststellen, das wir mit der geballten weiblichen Eleganz und Grazie, mit der unsere Damen erschienen, ohne weiters eine Modenschau im „Haus des Kurgastes“ hätten ausrichten können. Unsere Truppe war durchaus eine Bereicherung für den Tanzabend, da auch wir Männer, mit  unserem DMB Anzug, ganz gut in den festlichen Rahmen der Veranstaltung passten.

Der Abend wurde von der bekannten Tanz- & Showband Prestige-Live gestaltet. Wir  konnten,  Reiner  Spettel  mit  Gesang  und  Trompete,  Jan  Siwy  mit  Keybord,  Klarinette, Saxopfon und Gitarre, Sängerin Sonia und den Schlagzeuger Christof am Schlagzeug erleben. Die professionelle Spielweise in allen musikalischen Stilrichtungen, animierte das Puplikum, tüchtig das Tanzbein zu schwingen. Wie euch bekannt ist, sind einige unserer Kameraden mit ihren Frauen Amateurtänzer, die z.T. auch aktuell, noch in einer Tanzsportgruppe ihrem Hobby nachgehen. Bedingt dadurch, auch auf einem bestimmten Niveau ihre Runden drehten. Besonders aufgefallen sind mir Norbert und Siglinde Borner, die  weit ausgreifend auf der gesamten Tanzfläche, harmonisch und elegant, ihre Tänze der jeweiligen Musik angepasst, über´s Parkett“ schwebten. Ich habe den sonst doch ehr ruhigen Norbert nicht wiedererkannt , wie er dort in seinem Element war. Kurz und gut, es war ein schöner Abend, und ein schöner Abschluss des Ereignisreichen Tages und unseres Ausfluges.                                              

Am anderen Morgen, Sonntag den 2.6.2013,  hieß es Abschied nehmen, von dem gastlichen Scheerhaus in Laboe. Es ging wieder zurück nach Bachem. Bedingt durch den starken Rückreiseverkehr, war die Fahrt etwas langwierig. Aber unser Busfahrer hat versucht, durch verschiedene  Ausweichstrecken, zügig voran zu kommen. Wir kamen wohlbehalten um Uhr 19.15 wieder in unserem Heimathafen Frechen-Bachem an. An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, Josef Nathan und auch allen anderen Helfern und  Helferinnen,  die  zum  Gelingen  der  Tour  beitrugen,  im  Namen  aller  Reiseteilnehmer vielmals zu danken. Wenn der Bericht  etwas detaillierter ausgefallen ist, so mit dem Hintergedanken, für die die nächste MK-Fahrt noch mehr Mitfahrer zu gewinnen. Denn es lohnt sich wirklich mitzumachen. Unser Kamerad Josef  Nathan, ist ein Garant  für eine erlebnisreiche Tour, die ihr Geld wert ist. In diesem Sinne, „ Ahoi“ bis nächstes Jahr.

Bericht: Wilfried Möller                      

Tour on Ruhr

Unsere diesjährige Herbstfahrt führte uns in den „Pott“, nicht der Kaffee-Pott ist gemeint, sondern der „Ruhrpott“.  Dennoch drehte sich morgens alles um den Kaffee-Pott. Ein reichhaltiges Frühstück wurde uns von der Damenriege serviert, wobei unsere „Schwester Liesel“ uns mit ihrer fahrbaren „Kaffeemaschine“ umkreiste und mit duftendem Kaffee versorgte.                                      
In Essen angekommen, gesellte sich ein Stadtführer zu uns und erzählte uns so allerlei über die Stadt Essen, den Steinkohlenabbau und der damit verbundenen Schädigung z.B. an Häusern und der Natur. An der Zeche „Zollverein“ machten wir zwangsläufig eine „Pinkelpause“ da wir auch während der Busfahrt reichlich mit „geistigen“ Getränken bestens versorgt wurden.  Vor allem der von Bert gereichte holländische Kräuterschnaps hatte es uns angetan.  Die Zeche „Zollverein“ war von 1847 bis 1986 ein aktives Steinkohlenbergwerk. Heute ist sie ein Industriedenkmal. Nach einer kurzen Besichtigung ging es weiter mit dem Bus, vorbei an der Thyssen Krupp Zentralverwaltung mit Stadtpark in Richtung „Villa Hügel“.                                              

Diese liegt im Essener Stadtteil Bredeney und wurde 1873 von Alfred Krupp errichtet und ist das ehemalige Wohn- und Repräsentationshaus der Industriefamilie Krupp. Diese Familie hat es tatsächlich verstanden, aus Eisen „Gold“ zu machen.  Nach einem Rundgang durch das Gebäude ging es weiter zum Baldeneysee. Dieser See liegt im Süden von Essen und ist der größte der sechs Ruhrstauseen. Er ist heute ein Wassersportparadies und Naherholungsgebiet. Mit unserem Schiff, der „MS Stadt Essen“ fuhren wir zwei Stunden, vorbei am Vogelschutzgebiet,  über den See. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz, ob ein Bierchen oder ein Stück Kuchen, wir waren alle gut versorgt. Dies ging natürlich nur, weil unsere MK’ler dem Bordpersonal hilfreich zur Seite standen.  Nach dem Anlegen ging es dann in das Restaurant „Fährmann“. Da wir unser Essen vorab bereits bestellt hatten, wurden wir auch sehr schnell bedient. Es war ein reichhaltiges und schmackhaftes Essen. Gegen 20.30 Uhr traten wir dann die Heimreise an und kamen nach „staufreier Fahrt“ wieder gut in den Heimathafen Frechen-Bachem. Pilot Werner hatte wieder ganze Arbeit geleistet. Unseren herzlichsten Dank auch an Co-Pilot Josef, der uns eine sehr schöne, abwechslungsreiche Tour beschert hat. Ist nur schade, dass sich viele Kameradinnen und Kameraden ein solches „Highlight“ entgehen lassen.                                    

Bericht: R. Daschner     

85 Jahre Marinekameradschaft Frechen

Verleihung der Ehrengabe der Stadt Frechen an den Shanty-Chor der Marinekameradschaft Frechen

Ja es ist wahr, die Marinekameradschaft Frechen wird 2013 nun 85 Jahr.

Der Shanty-Chor mit seinen Mannen hat nun inzwischen auch schon vor 10 Jahren begonnen.

Nun liebe Leser:  bei dieser Überschrift in Reimform, denke ich an die vielen schönen Shanty`s und sonstigen Lieder, die wir mit  unserem Chorleiter Volker Müller im Laufe der vergangenen 10 Jahre eingeübt haben. Das dies für Volker -  aber auch für uns Shanty-Männer -  harte Arbeit war, kann jeder bestätigen, der selbst im Chor die vielen Proben mitgemacht hat, bis ein  Lied in der Öffentlichkeit vorgetragen werden konnte. An dieser Stelle möchte ich dem unermüdlichen, geduldigen und virtuosen Chorleiter Volker, unseren Dank für seine hervorragende  Arbeit aussprechen. Es ist nicht so einfach aus 30 Männer mit ihren unterschiedlichen Stimmen einen harmonischen Klangkörper, einen Chor zu formen,  der öffentlich auftreten kann, ohne ausgepfiffen zu werden. Er hat es geschafft, das wir bei unseren vielen Auftritten gern gesehen werden und das nicht nur wegen unserem properen Aussehen, sondern vor allem wegen unserer guten Musik.

Dies als kleine Einleitung, warum wir dieses Jahr im Pfarrzentrum Haus Burggraben am Sonntag den 20.10.2013 um 11:00 Uhr eine Matinee veranstalteten. Unser Wunsch war es, zusammen mit unserem treuen Publikum 85 Jahre MK und 10 Jahre Shanty-Chor zu feiern. Unser Vorstand hat sich viele Gedanken gemacht um die Matinee erfolgreich zu gestalten. Es wurde z.B. von Guido Kolberg ein tolles „Logo“, ein Segelschiff mit Abbildung des Chors entworfen, unter dem dann alle Plakate, Flyer und die Jubiläums-Ausgabe der Seeschwalbe veröffentlicht  wurden. Die Textgestaltung der Festschrift, die Organisation des Programms, usw.usw., wurde wiederum von anderen Mitglieder übernommen. Alle Namen hier zu nennen würde den Rahmen sprengen. Nicht vergessen werden, dürfen die fleißigen „Bäckerinnen“  unserer Frauenriege unter der Leitung von Bruni  Jachwitz. Es entstanden unter den sachkundigen Händen der MK-Frauen, „Süße Träume“ in Form von vielen vollkommen unterschiedlichen Kuchensorten. Ich habe einige probiert und konnte nur sagen „lecker, lecker“. Kurzum, es waren wieder viele Hände, die dazu beigetragen haben, dass Fest vorzubereiten und durchzuführen.

Der Sonntag war da, das Pfarrzentrum wurde geöffnet und nun passierte etwas, womit  keiner gerechnet hatte. Die Besucher strömten förmlich in den Festsaal um einen Platz zu finden. Als Seeleute sind die MK`ler ja Strömungen gewohnt, aber das Meer ist groß und für Strömungen immer ausreichend Platz vorhanden. Nur der Saal ist nicht das Meer, der Platz ist begrenzt und konnte leider nicht alle Besucher aufnehmen. Die Besucher, die etwas später kamen, hatten keine Chance mehr einen Platz zu finden. Wir bedauern dies, und sehen das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einmal zeigt es uns das große Interesse an unserer MK, und andererseits das „Haus Burggraben“ war für diese Veranstaltung zu klein. Aber mit diesem Besucherandrang hatte keiner gerechnet. Ich hoffe, dass sie uns trotzdem gewogen bleiben, auch wenn sie dieses Mal keinen Platz gefunden haben. Unser Vorstand ist aber stets lernfähig und wird bei den nächsten großen Veranstaltungen seine Planung ändern.

Nun zum Programmablauf der Matinee:
Im Programm fest eingeplant war selbstverständlich der Shanty-Chor, der vollzählig erschienen war und in seiner schicken Kleidung, weißes Hemd mit Schulterklappen und blauer Hose auf der Bühne ein gutes Bild abgab und das Publikum musikalisch einstimmte. Der Verfasser dieses Berichtes kann das deshalb so gut beschreiben, weil er nicht pünktlich um 11.00 Uhr bei der Veranstaltung anwesend war. Er war erst um 6:50 in Düsseldorf mit dem Flieger aus Miami kommend gelandet, Gepäck im Flughafen aufnehmen, mit dem Taxi nach Brühl gedüst,

Katzenwäsche, kurz Luft geholt, Kluft anziehen, rein ins Auto nach Bachem, von hinten auf die Bühne geschlichen, stand ich um ca. 11:30 mit im Chor auf der Bühne und habe selbstverständlich mitgesungen. Bei dieser Veranstaltung musste ich doch unbedingt dabei sein, mir hätte sonst etwas gefehlt.                    
 
Nach dem Auftritt des Shanty-Chores  wurde es offiziell. In Vertretung unseres Bürgermeisters Hans-Willi Meyer der in Urlaub war, hielt die Vizebürgermeisterin Susanne Stupp eine launige, sehr gut vorbereitete Rede, die unter anderem auch die sozialen Aktivitäten der MK lobend hervorhob. Der Vortrag war nicht nur eine aneinander Reihung von allgemeinen Floskeln sondern beschrieb sehr gut unser Betätigungsfeld. „Danke“. Am Ende ihrer Rede, zeichnete sie im Namen der Stadt Frechen die Marinekameradschaft Frechen für ihre Verdienste in der Öffentlichkeit  mit der Ehrengabe der Stadt Frechen aus. Sie überreichte unserem Vorstand eine große Bronzeplakette mit dem Wappen der Stadt und die dazugehörige Urkunde. Dies ist eine Anerkennung, über die sich die MK insgesamt sehr gefreut hat, gleichzeitig auch Ansporn für die Zukunft, unseren Weg wie bisher weiter zu gehen.                   


Die Bürgermeisterin hatte den Anfang gemacht und war nicht die einzige „Prominenz“ im Festsaal. Hier wären ohne Wertigkeit der Person in loser Reihenfolge weitere „Promis“ zu nennen, die uns mit ihrem Besuch beehrten: Der DMB Vizepräsident Werner Schiebert überbrachte uns eine Grußbotschaft des DMB und gratulierte zu unserem Jubiläum. Der Landesleiter Nord-Rhein des DMB Rudi Borsch gratulierte ebenfalls der MK und überreichte, stellvertretend für alle fleißigen MK-Frauen, Gisela Kolberg einen Blumenstrauß. Als wichtige Personen der Politik waren die Landtagsabgeordneten der CDU Frau Rita Klöpper

sowie von der SPD Frau Brigitte D`moch-Schweren anwesend, sowie Vertreter des Rates der Stadt Frechen. Weiterhin konnten wir den Vorsitzenden der Ortsgemeinschaft Bachem, Herrn Johannes Creeten begrüßen. Als unsere Freunde und Interessen-kameraden waren Abordnungen der MK–Euskirchen, der MK Hennef/Sieg und MK-Leuchtturm-Köln sowie der Reservistenkameradschaft  Frechen/Hürth erschienen. Abordnungen der Vereine aus der Bachemer-Ortsgemeinschaft fehlten eben so wenig wie die Gönner und Förderer unseres Vereins. Ich hatte das Gefühl auf einer großen Familienfeier zu sein, wo fast jeder jeden kennt und sich darüber freut, dass man gemütlich (dicht an dicht) zusammensitzt, feiern, müffeln und süffeln kann und das zu zivilen Preisen.

Das Programm ging weiter:

Mit launigen Worten von Volker Müller, der durchs Programm führte, wurde der KFBE Gesangverein Frechen (ein Männergesangverein) auf die Bühne gebeten. Hier wurde bei den gekonnt vorgetragenen Liedern, der Unterschied zu unserem Shanty-Chor deutlich. Der MGV mit seinen Stimmlagen 1 – 2 Tenor sowie 1 – 2 Bass klingt eben  ganz anders, wie die Liedvorträge des Shanty Chors. Ich wurde hierbei an meine Zeit erinnert, in der ich viele Jahre in verschiedenen MGV`s gesungen habe, wobei ich heute nicht mehr tauschen möchte. Der Alleinunterhalter  Nino Romas spielte zwischen den Auftritten fetzige Ohrwürmer, die die Stimmung im Saal richtig anheizten. Nicht schlecht der Junge, vor allem bekamen wir Musik zu hören, die den Namen auch verdiente, und den im Saal anwesenden Jahrgängen entsprach. Die Veranstaltungsplaner hatten nicht nur etwas für das Gehör, sondern auch für die Augen ins Programm  aufgenommen. Auf der Bühne „schwebten“ die „leckeren Mädchen“ der Show-Tanzgruppe Dancing Feet ein. Die Musik begann, und die Truppe begann mit elegantem Schwung ihre Tänze vorzuführen. Das diese Darbietung unseren Shanty Männern besonders gut gefallen hat, muss  ich sicher nicht besonders betonen. Tolle Nummer, kann wiederholt werden!!      

Nach diesem Auftritt erschienen zwei in Kosakenkleidung gewandete russische Musiker mit ihrer Balalaika. Nun bekamen wir völlig andere Töne zu hören, nämlich die manchmal schwermütigen, fröhlich-frechen, leise oder lauten Klänge Russischer  Musik. Sehr schön und gemütvoll war dieser Auftritt und wurde mit viel Beifall bedacht.                              

Das Programm ging zu Ende und Nino, unser Alleinunterhalter, legte noch einmal kräftig auf, damit das Tanzbein geschwungen werden konnte.               

Zum Schluss „Dank“ an unseren gesamten Vorstand und seine fleißigen Helfer, die dieses Fest ermöglicht haben. Diese Veranstaltung wird noch lange in positiven Sinn nachklingen, und ich denke, dass wir auch in der Öffentlichkeit gut angekommen sind und für unsere MK werben konnten.                       

Zum Schluss eine große Bitte an unseren Chorleiter Volker Müller, bleib uns noch lange erhalten, denn der Shanty-Chor braucht dich.                           



Bericht: Wilfried Möller   

Kontextspalte